Vorzugsaktien versus Stammaktien

Aktie ist nicht gleich Aktie – wer eine Beteiligung kauft, steht an der Börse oft vor einer Weggabelung. Einige Unternehmen geben nämlich zwei unterschiedliche Gattungen von Anteilen heraus, die dir jeweils verschiedene Privilegien sichern:

  • Stammaktien – Das Stimmrecht für Mitgestalter: Wenn du Stammaktien besitzt, kaufst du nicht nur ein Stück vom Gewinn, sondern auch ein Stück Demokratie. Sie verleihen dir ein Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung. Dort kannst du deinen Einfluss geltend machen, über wegweisende Beschlüsse abstimmen und dem Vorstand direkt Fragen stellen.
  • Vorzugsaktien – Der Renditebonus für Finanzfokussierte: Hier verzichtest du im Gegenzug bewusst auf das Stimmrecht. Als Ausgleich erhältst du einen „Vorzug“: meist eine spürbar höhere Dividende oder eine bevorzugte Behandlung, wenn die Gewinne des Unternehmens ausgeschüttet werden. Ideal für Anleger, denen die direkte Mitsprache weniger wichtig ist als ein maximaler Ertrag.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Deutschlands bekanntestes Beispiel: die Volkswagen AG. Während der Großteil der Stimmrechte und damit der Stammaktien fest in den Händen von Großaktionären wie Familienclans oder dem Land Niedersachsen liegt, ist für Privatanleger vor allem die VW-Vorzugsaktie das Maß der Dinge. Sie wird an der Börse extrem liquide gehandelt und belohnt Investoren (*) mit der gewissen Extra-Portion Rendite (*).


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