Alles über Aktiensplits

Manchmal erreicht eine Aktie durch jahrelangen Erfolg einen Kurs, der optisch fast schon abschreckend wirkt – etwa wenn ein einzelner Anteil plötzlich mehrere hundert oder tausend Euro kostet. Um die Aktie wieder handlicher und optisch attraktiver zu gestalten, greifen Unternehmen zu einem bewährten Werkzeug: dem Aktiensplit.

Stell dir eine Torte vor: Wenn du ein großes Stück Torte in drei gleich große, kleinere Stücke schneidest, hast du danach zwar drei Teile auf dem Teller, aber die Gesamtmenge an Torte bleibt exakt dieselbe.

Genauso funktioniert der Split an der Börse:

  • Die Mechanik: Besitzt du eine Aktie im Wert von 300 Euro und das Unternehmen führt einen Split im Verhältnis 1:3 durch, liegen am nächsten Morgen plötzlich drei Aktien in deinem Depot. Der Kurs jeder einzelnen Aktie wurde drastisch gesenkt und liegt nun bei 100 Euro.
  • Kein Wertverlust: Das Gesamtwert deines Investments bleibt auf den Cent genau gleich. Es hat sich weder dein Kapital vermehrt, noch hast du Geld verloren – dein Anteil am Unternehmen wurde lediglich in kleinere Portionen zerlegt.

Warum machen Konzerne das?

Branchengrößen wie Apple oder Amazon haben in der Vergangenheit immer wieder zu diesem Kniff gegriffen. Der Hintergrund ist rein psychologischer und praktischer Natur: Ein niedrigerer Stückpreis macht die Aktie für Kleinanleger zugänglicher, steigert die Handelsaktivität (Liquidität) an der Börse und signalisiert dem Markt dynamisches Wachstum. Es ist schlichtweg ein optischer Neustart auf einem optisch günstigeren Niveau..


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